29 May 2026

Spieler in Deutschland verfolgen derzeit mehrere Klagen gegen Betreiber von Online-Casinos die während des flächendeckenden Verbotszeitraums zwischen 2012 und 2021 aktiv waren und dabei Einsätze sowie Gewinne aus illegalen Angeboten einbehalten haben, während die Verfahren vor deutschen Gerichten sowie dem Europäischen Gerichtshof anlaufen und auf Entscheidungen warten die potenziell weitreichende finanzielle Folgen nach sich ziehen könnten. Die Kläger argumentieren dabei dass die Betreiber keine rechtliche Grundlage besaßen um die Gelder zu behalten und fordern daher die Rückerstattung der Verluste ein wobei die Ausgänge der Verfahren noch unklar bleiben da mögliche Konflikte mit EU-Recht bestehen bleiben.
Der Interstate Treaty on Gambling schuf zwischen 2012 und 2021 eine einheitliche Regelung die Online-Casino-Angebote in Deutschland weitgehend untersagte und nur wenige Ausnahmen für staatlich kontrollierte Anbieter zuließ während private Betreiber ohne Lizenz tätig waren und Spieler ihre Einsätze über verschiedene Plattformen platzierten. Gerichte in mehreren Bundesländern haben in den vergangenen Monaten Fälle angenommen in denen Kläger detaillierte Nachweise über Transaktionen vorlegen und dabei geltend machen dass die Einbehaltung der Mittel unrechtmäßig erfolgte da die Aktivitäten gegen nationale Vorschriften verstießen.
Mehrere Verfahren laufen aktuell parallel und im Mai 2026 stehen weitere Anhörungen an bei denen Richter Beweise zu den Betriebszeiten sowie zu den Zahlungsflüssen prüfen während die Kläger auf frühere Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs verweisen die sich mit der Vereinbarkeit nationaler Verbote und EU-Dienstleistungsfreiheiten befassen. Die Betreiber verteidigen ihre Position mit dem Hinweis auf bestehende Verträge und auf mögliche Rückwirkungen die eine rückwirkende Anwendung von Rückforderungsansprüchen mit sich bringen würde wobei die Gerichte nun klären müssen ob die nationalen Verbote mit übergeordnetem EU-Recht kollidieren.
Die Kläger stützen ihre Forderungen auf die Auffassung dass ohne gültige Lizenz keine rechtliche Bindung entstand die eine Einbehaltung der Spielereinlagen rechtfertigte und sie verweisen dabei auf ähnliche Fälle in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union wo Gerichte bereits Rückerstattungen angeordnet haben. Experten schätzen dass bei einem positiven Ausgang für die Kläger mehrere hundert Millionen Euro an Ansprüchen auf die Branche zukommen könnten während die genaue Summe von der Anzahl der anhängigen Verfahren sowie von den jeweiligen Einzahlungshöhen abhängt.

Die anhaltenden Verfahren werfen Fragen zur Auslegung der Dienstleistungsfreiheit auf da die Betreiber geltend machen dass ein pauschales nationales Verbot gegen EU-Grundsätze verstoßen könnte während die Kläger darauf hinweisen dass der Schutz vor unreguliertem Glücksspiel Vorrang besitzt. Beobachter verfolgen die Entwicklungen genau da eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs in einem der anhängigen Fälle richtungsweisend für alle weiteren Klagen sein könnte und damit die Grundlage für weitere Rückforderungen legen würde.
Branchenvertreter beobachten die Verfahren mit Interesse da ein Sieg der Kläger nicht nur finanzielle Belastungen sondern auch Anpassungen bei bestehenden Lizenzmodellen nach sich ziehen könnte während ein Sieg der Betreiber die Rechtslage für illegale Angebote weiter klären würde. Regierungsstellen in Deutschland haben bereits angekündigt die Urteile genau zu analysieren um mögliche Gesetzesänderungen vorzubereiten und dabei auch die Auswirkungen auf den aktuellen Glücksspielstaatsvertrag von 2021 zu bewerten.
Die laufenden Gerichtsverfahren in Deutschland und vor dem Europäischen Gerichtshof bilden einen zentralen Punkt in der Auseinandersetzung um Verluste aus der Zeit des Online-Glücksspielverbots und die Entscheidungen werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2026 weitere Klarheit schaffen während die beteiligten Parteien ihre Argumente weiter ausführen. Weitere Informationen zu vergleichbaren Entwicklungen finden sich auf Seiten des Europäischen Gerichtshofs sowie in Berichten von Forschungseinrichtungen wie dem Alberta Gaming Research Institute.